Tabletten zum Abnehmen – Diese Abnehm-Pillen helfen

Die Angebote “Tabletten zum Abnehmen” klingen doch so verlockend, dass Warnungen scheinbar wirkungslos verhallen. Gleiches gilt auch für das Abnehmen mit Diätpillen. Die “Stiftung Warentest” hat sich das Thema ” Abnehmen mit den Pillen” angenommen und einige Mittelchen unter die Lupe genommen.

“Ganz einfach dünner werden – geht das?” heißt die Frage auf “test.de” und die zusammengefasste Antwort lautet: eher nicht. Allerdings wird im jüngsten Schlankheitsmittel-Test der Stiftung genauer differenziert, denn die 13 Mittel im Test, rezeptfreie und rezeptpflichtige, zeigen durchaus unterschiedliche Wirkungen, gewollte und ungewollte. Die besten von ihnen schaffen immerhin ein “mit Einschränkungen geeignet”, sind dann aber sehr teuer und ohne Rezept nicht zu haben.

Wirksamkeit in den meisten Fällen nicht belegt

Basis der Einschätzungen von Stiftung Warentest waren bei den Schlankheitsmitteln die bislang vorliegenden Studien, in den die Wirksamkeit der verschiedenen Mittel untersucht wurde. Wie “rtl.de” zusammenfasst, sind alle der sechs rezeptfreien Mittel im Test kaum geeignet, um damit große Erfolge beim Abnehmen zu feiern. Einzig bei Orlistat gebe es in Studien Belege über die Wirksamkeit, diese würden sich jedoch auf hoch dosierte Präparate beziehen, die rezeptfrei nicht erhältlich seien. Bei Alternativen wie Chitosan und Litramin fehle es an ausreichenden Belegen, dass die Mittel die gewünschte Wirkung überhaupt erzielen können.

Rezeptpflichtige Mittel teuer, aber immerhin teilweise wirksam

Neben Orlistat wird unter den rezeptpflichtigen Abnehm-Mitteln auch Liraglulit als Mittel genannt, dessen Wirkstoffe beim Abnehmen unterstützen können. Allerdings, so “rtl.de” unter Verweis auf den Test, habe diese Unterstützung ihren Preis: Demnach schlägt Liraglulit, das gespritzt wird, monatlich mit rund 290 Euro zu Buche, während Orlistat, das geschluckt wird, das Portemonnaie mit bis zu 120 Euro belaste.

Wer bereit ist dieses Geld zu investieren, könne der Stiftung zufolge unter zwei Voraussetzungen dazu greifen: starkem Übergewicht und ärztlicher Kontrolle. Die Überwachung durch einen Arzt sei schon daher wichtig, da es offenbar häufiger zu Nebenwirkungen wie Übelkeit und Durchfall kommt. Dem Bericht zufolge brachen viele Studien-Teilnehmer ihren Test daher vorzeitig ab.

Mittel mit Amphetaminen meiden

Vor möglichen Nebenwirkungen warnt die Stiftung Warentest auch bei rezeptpflichtigen Abnehm-Mitteln, die Amphetamine enthalten. Hier könne es zu Schlafstörungen, einem erhöhten Blutdruck und Herzrasen kommen. Mittel wie Alvalin, Regenon Retard und Tenuate Retard könnten schon wegen dieser Nebenwirkungen nicht empfohlen werden und sollten laut Stiftung “nicht einmal kurzfristig zur Behandlung von Übergewicht zum Einsatz kommen.”

Der vollständige Test der Stiftung Warentest steht auf “test.de” kostenpflichtig zum Download zur Verfügung. Unabhängig von der Wirksamkeit der einzelnen Abnehmpillen warnen die Experten aber schon auf der Startseite vor den Gefahren des Jo-Jo-Effekts, der nach dem Absetzen der Mittel droht. Dem sei letztlich nur mit einer bewussten Ernährungsumstellung und viel Bewegung zu begegnen.